In der Nacht zu Sonntag hat die Bundespolizei Trier vier Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, in Rheinbreitbach im Landkreis Neuwied den Diebstahl von Oberleitungskabeln geplant zu haben. Auslöser des Einsatzes war der Hinweis einer Zeugin auf eine verdächtige Person im Bereich der Bahnstrecke.
Am Einsatzort stellten die Bundespolizisten bereits durchtrennte und abgelegte Oberleitungskabel sowie einen Bolzenschneider fest. Zudem hörten die Einsatzkräfte Geräusche aus einem angrenzenden Waldstück.
Bei der anschließenden Nahbereichsfahndung, die durch einen Hubschrauber der Bundespolizei und eine Streife der Polizei Linz unterstützt wurde, konnten zwei Tatverdächtige im Alter von 19 und 37 Jahren im Unterholz entdeckt und festgenommen werden.
Auf einem nahe gelegenen Parkplatz stießen die Einsatzkräfte außerdem auf zwei Fahrzeuge, einen Audi und einen VW Transporter, die jeweils ortsfremde Kennzeichen trugen. Im Audi befanden sich bereits verladenes Buntmetall und entsprechendes Werkzeug. Im VW Transporter hielten sich zwei weitere Tatverdächtige im Alter von 18 und 42 Jahren auf. Auch sie wurden festgenommen.
Die beiden Fahrzeuge sowie das aufgefundene Werkzeug wurden sichergestellt. Der entstandene Schaden wird derzeit auf mindestens 50.000 Euro geschätzt. Die genaue Schadenshöhe soll im Rahmen der weiteren Ermittlungen festgestellt werden.
Bei den vier Tatverdächtigen handelt es sich um rumänische Staatsbürger. Die Bundespolizei Trier leitete gegen alle Männer Strafverfahren wegen des besonders schweren Falls des Diebstahls sowie wegen Sachbeschädigung ein.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz wurden die vier Beschuldigten einem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an.
(PM BPOL, red [LW])