Die Polizei Rheinland-Pfalz erhält eine neue Generation von Funkstreifenwagen. Innenminister Achim Schwickert stellte am Montag beim Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik in Mainz die neuen Fahrzeuge vom Typ VW Passat vor. Insgesamt sollen 348 neue Streifenwagen angeschafft werden. Sie ersetzen in den kommenden Jahren nach und nach die bisherigen Audi A6.

„Unsere neuen Streifenwagen überzeugen mit moderner Technik und mehr Sicherheit. Sie bieten unseren Polizistinnen und Polizisten einen modernen Arbeitsplatz, der auf die Anforderungen des täglichen Einsatzes zugeschnitten ist. Wer jeden Tag für die Sicherheit anderer Menschen unterwegs ist, muss sich auf seine Ausrüstung verlassen können. Dafür sorgen wir mit dieser Investition“, erklärte Innenminister Achim Schwickert.

Die neuen VW Passat sind mit 193 PS, Allradantrieb und Automatikgetriebe ausgestattet. Bei der Entwicklung wurde besonders auf die Sicherheit und die Arbeitsbedingungen der Einsatzkräfte geachtet. Ein verbessertes Videosystem kann künftig Aufnahmen sowohl vor als auch hinter dem Streifenwagen machen. Außerdem sorgt ein zusätzlicher Arbeitsscheinwerfer bei nächtlichen Einsätzen für bessere Sicht.

Eine besondere Neuerung ist der gemeinsam mit Volkswagen entwickelte Polizeisitz. Dieser wurde speziell an die Ausrüstung der Einsatzkräfte angepasst und soll für mehr Komfort sorgen. Eine verstärkte Rückenlehne bietet zudem zusätzlichen Schutz vor möglichen Angriffen aus dem hinteren Bereich des Fahrzeugs. Bei der Entwicklung wurden auch die Erfahrungen und Wünsche der Polizistinnen und Polizisten aus dem täglichen Streifendienst berücksichtigt.

„Ein Streifenwagen ist für unsere Kolleginnen und Kollegen weit mehr als ein Auto. Er ist ihr Arbeitsplatz und ein wichtiger Teil ihrer Sicherheit. Deshalb haben wir genau hingehört, was im Polizeialltag gebraucht wird. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen“, betonte Schwickert.

Auch bei der Anschaffung der Fahrzeuge gibt es eine Änderung: Bisher wurden die Streifenwagen geleast, künftig wird das Land sie kaufen. Eine Prüfung der Wirtschaftlichkeit hat ergeben, dass der Kauf über die gesamte Nutzungsdauer günstiger ist. Die neuen Fahrzeuge sollen jeweils bis zu sechs Jahre oder 250.000 Kilometer im Einsatz bleiben.

Der erste neue Streifenwagen ist bereits beim Polizeipräsidium Westpfalz unterwegs. Von den dortigen Polizeikräften gibt es bislang ausschließlich positive Rückmeldungen. Bis Ende 2026 sollen insgesamt 112 neue Fahrzeuge an die fünf regionalen Polizeipräsidien ausgeliefert werden. Die übrigen Streifenwagen folgen schrittweise in den kommenden Jahren.

Zum Abschluss betonte Innenminister Achim Schwickert: „Bei aller Liebe zur Technik, das Wichtigste im Streifenwagen sitzt vorne drin. Das sind unsere Polizistinnen und Polizisten. Sie sorgen jeden Tag für unsere Sicherheit und verdienen dafür die bestmögliche Ausstattung und unsere volle Rückendeckung. Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen mit den neuen Fahrzeugen allzeit gute Fahrt und vor allem, dass sie nach jedem Einsatz gesund nach Hause kommen.“

(PM POL,red)