Ein querstehender Lkw hat am späten Montagabend für eine stundenlange Vollsperrung der A3 zwischen dem Autobahndreieck Dernbach und der Anschlussstelle Montabaur in Fahrtrichtung Frankfurt gesorgt. Der Unfall ereignete sich gegen 20:39 Uhr bei starkem Schneefall.
Nach Angaben der Polizei verlor der Fahrer einer Sattelzugmaschine mit Kühleraufbau auf der schneebedeckten Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeuggespann. Der Lkw prallte gegen die Schutzplanke, kam quer zur Fahrbahn zum Stehen und war anschließend nicht mehr fahrbereit. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, allerdings liefen größere Mengen Betriebsstoffe aus.
Die Richtungsfahrbahn Frankfurt musste zunächst voll gesperrt werden. Aufgrund der winterlichen Witterung gestalteten sich die Unfallaufnahme sowie die Bergungs- und Reinigungsarbeiten aufwendig. Nach rund drei Stunden konnte die Vollsperrung aufgehoben werden, der mittlere und linke Fahrstreifen blieben jedoch bis in die frühen Morgenstunden gesperrt. Erst gegen 5:40 Uhr wurde die Unfallstelle vollständig geräumt.
Der Unfall führte zu kilometerlangen Rückstaus auf der A3 sowie auf der A48. Angesichts der kalten Temperaturen bereitete sich der Westerwaldkreis vorsorglich auf eine mögliche Versorgung von im Stau stehenden Verkehrsteilnehmern vor. Hierfür wurden Einheiten des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Versorgungszug in Bereitschaft versetzt und Material wie Decken und Warmgetränke vorbereitet. Die Maßnahmen, koordiniert durch die Technische Einsatzleitung des Kreises, mussten letztlich nicht umgesetzt werden, da die Sperrung rechtzeitig aufgehoben werden konnte.
Neben der Polizei waren die Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Autobahnmeisterei Heiligenroth im Einsatz.
(PM POL, KV Westerwaldkreis, red)