Ein Vegetationsbrand hat am Samstagnachmittag, 25. Juli, in einem Waldstück in Herdorf einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Das Feuer breitete sich auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern aus. Durch das schnelle Erkennen der Lage und das frühzeitige Nachfordern weiterer Einsatzkräfte konnte eine weitere Ausbreitung verhindert werden.
Alarmiert wurde die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf kurz nach 14 Uhr zunächst zu einem kleineren Flächenbrand oberhalb des Hundeplatzes am Wolfsweg in Herdorf. Bereits auf der Anfahrt wurde das Einsatzstichwort erhöht und zusätzliche Kräfte angefordert, da sich das Feuer schnell ausbreitete.









Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich der Brand bereits auf eine größere Vegetationsfläche ausgedehnt. Die anhaltende Trockenheit, der Wind sowie die zunächst schwierige Löschwasserversorgung erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
Um den Brand wirksam zu bekämpfen, wurde die Einsatzstelle in zwei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Gleichzeitig wurden weitere Feuerwehren und Hilfsorganisationen nachalarmiert. Gegen 18 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Offene Flammen gab es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Allerdings mussten noch zahlreiche Glutnester gelöscht werden.
Zur Unterstützung war auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz, der Wasser über dem Brandgebiet abwarf. Parallel stellten Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr die Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicher. Im Verlauf des Einsatzes stieg die Zahl der eingesetzten Kräfte von zunächst rund 70 auf etwa 120.
Nach rund sieben Stunden konnten die Löscharbeiten beendet werden. Anschließend rückten die Einsatzkräfte wieder zu ihren Standorten zurück. Zur Sicherheit sollte die Brandfläche in der Nacht nochmals kontrolliert werden, um ein erneutes Aufflammen auszuschließen.
Die Einsatzleitung hatte Markus Löhr, stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf. Auch der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf, Dirk Eickhoff, verschaffte sich vor Ort einen Eindruck von der Lage.
Im Einsatz waren die Feuerwehren der Verbandsgemeinde Daaden-Herdorf einschließlich Einsatzleitwagen und Drohneneinheit, die Polizei, ein Polizeihubschrauber, die Feuerwehr Betzdorf, der Pendelverkehr Nord des Landkreises Altenkirchen mit Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren Kirchen, Betzdorf und Wissen, ein Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Salchendorf, die Feuerwehr Struthütten, das ATV der Feuerwehr Kausen, die DRK-Ortsvereine Daaden und Herdorf sowie die Feuerwehreinsatzzentrale Daaden.
Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Die Feuerwehr weist wegen der anhaltenden Trockenheit und der sommerlichen Temperaturen auf die derzeit hohe Vegetationsbrandgefahr hin. Brände in Wiesen, Feldern und Wäldern können sich unter diesen Bedingungen innerhalb kurzer Zeit stark ausbreiten. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarette, offenes Feuer oder Funkenflug können ausreichen, um einen Brand auszulösen. Deshalb bittet die Feuerwehr die Bevölkerung, in der Natur besonders vorsichtig zu sein und mögliche Brandgefahren konsequent zu vermeiden.
Außerdem richtet sich die Feuerwehr an Personen, die während eines Einsatzes in Waldgebieten unterwegs sind: Sollten Sie auf scheinbar umgefallene Verkehrsleitkegel (Pylonen) treffen, lassen Sie diese bitte an ihrem Platz. Sie dienen den Einsatzkräften als wichtige Orientierungshilfe und markieren die Anfahrtswege sowie die Richtung des Brand- oder Einsatzortes. Werden diese Markierungen verändert oder entfernt, kann dies die Arbeit der Feuerwehr erheblich erschweren.
(PM/Fotos: Feuerwehr VG Daaden-Herdorf)